GisChem

Diethyltoluylendiamin

Auszug aus:
Datenblatt

Diethyltoluylendiamin: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

Diethyltoluylendiamin wird auch als Die­thyl­methyl­benzoldiamin, Diaminodiethyltoluol oder DETDA bezeichnet.
Es handelt sich dabei um ein Isomerengemisch aus den isomeren Formen 2,6-Diamino-3,5-diethyltoluol und 2,4-Diamino-3,5-diethyltoluol.
Die Substanz ist eine klare, bräunliche Flüssigkeit mit stechendem aminartigem Geruch. Sie ist in Wasser schwer löslich.
Diethyltoluylendiamin ist ein Vernetzer für Polyure­than-Schäume, die nach dem RIM-Verfahren (Reaction Injection Moulding) hergestellet werden.
Die Vernetzer sind in der Regel schon der Poly­olkomponente zugesetzt (10 bis 25 %, in Abhängigkeit von der Verarbeitungstechnik und -temperatur auch in anderen Konzentrationsbereichen, für bestimmte Anwendungen bis zu 50%).
Sie bestimmen damit auch die Eigenschaften dieser Polyolformulierungen hinsichtlich möglicher Gesund­heits­gefährdungen.
Die im Folgenden aufgeführten Stoffdaten, Einstufungen sowie die be­schrie­benen Gefahren und Maßnahmen be­zie­hen sich auf den flüssigen Reinstoff.
Schmelzpunkt: -26,1 °C
Siedepunkt: > 300 °C
Flammpunkt: 170 °C
Zündtemperatur: 430 °C
Die Stoff­daten wurden Hersteller­informationen entnommen.
TA Luft (2021) 5.2.5 organische Stoffe, ausgenommen organische Stäube: Die im Abgas enthaltenen gasförmigen Emissionen dürfen den Massenstrom 0,50 kg/h oder die Massenkonzentration 50 mg/m³, angegeben als Gesamt-Kohlenstoff insgesamt nicht überschreiten. Im Abgas von Nach­verbrennungs­einrichtungen gelten andere Werte. (zur Umwelt-VwV von 2021)
WGK: 3 (stark wassergefährdend), Kenn-Nr.: 1896
Bei der WGK handelt es sich um eine gemäß AwSV im Bundesanzeiger veröffentlichte Angabe.