GisChem

Desinfektionsmittel zur innerbetrieblichen Flächendesinfektion (205-488-0)

Flächendesinfektion dient dazu, Krankheitserreger auf Böden oder anderen Oberflächen zu deaktivieren und damit eine weitere Verbreitung der Keime über diese Flächen zu verhindern.
Infolge der weltweiten Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 gab es zunächst eine verstärkte Nachfrage nach Desinfektionsmitteln.
Aus diesem Grund hatte die BAuA Allgemeinverfügungen und Ausnahmegenehmigungen nach Artikel 55 Abs. 1 der Biozidverordnung erlassen.
Diese Allgemeinverfügung zu Flächendesinfektionsmitteln ist am 30.09.2020 außer Kraft getreten. Bis zu diesem Zeitpunkt erworbene oder selbst hergestellte Mittel auf Ethanol- und Chloramin-T-Basis dürfen weiter verwendet werden.
Mittel, die auf auf Hypochloritbasis hergestellt wurden, dürfen nur noch verwendet werden, wenn für diese das Zulassungsverfahren nach Biozid-Verordnung durchlaufen wurde oder vor dem 01.01.2019 eine Zulassung beantragt wurde.
GisChem Datenblätter und Betriebsanweisungsentwürfe können nach Gefährdungsbeurteilung auch zur Nutzung mit gekauften Flächendesinfektionsmitteln verwendet werden, wenn die Zusammensetzung den Angaben in der Charakterisierung entspricht.

Grundsätzlich ist eine Flächendesinfektion zur Vorbeugung einer Ansteckung bezüglich SARS-CoV-2 in der Regel nicht notwendig, eine Flächenreinigung mit Reinigungsmitteln ist ausreichend.

BrancheBezeichnungPiktogramme / H-Sätze
Chemie
Innerbetriebliche Flächendesinfektion mit EthanolH225-H319
Innerbetriebliche Flächendesinfektion mit Chloramin-TH332-H315-H319-H334-EUH031

Musteretiketten für die innerbetrieblich hergestellten und selbst im Betrieb verwendeten Desinfektionsmittel können mit dem GisChem-Gemischrechner erstellt oder direkt hier heruntergeladen werden:
- Flächendesinfektionsmittel auf Ethanolbasis: Innerbetriebliches Etikett mit H- und P-Sätzen
- Flächendesinfektionsmittel auf Chloramin-T-Basis: Innerbetriebliches Etikett mit H- und P-Sätzen

Beim Inverkehrbringen gelten zusätzliche biozidrechtliche Anforderungen.
Hinweise zur Verwendung und zu den Übergangsregelungen gibt es weiterhin auf folgender Internetseite:
https://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de/DE/Home/Covid19/Covid19_dossier.html
Der Helpdesk und die Bundesstelle für Chemikalien beraten bei weiteren Fragen.

Die European Chemicals Agency stellt weitere Informationen zur Verfügung, z.B. zusätzliche Links zu weiteren nationalen Behörden.
Internetlink: https://echa.europa.eu/de/covid-19

Viele Berufsgenossenschaften haben im Rahmen der COVID-19 Pandemie Handlungshilfen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Virus SARS-CoV-2 erstellt.
Beispielhaft seien hier die Handlungshilfen der BGHM für Baustellen, Betriebe und den Servicebereich im Kfz Gewerbe aufgeführt.
Diese lassen sich herunterladen unter: https://www.bghm.de/coronavirus/handlungshilfen/
Die Handlungshilfen beziehen sich ausschließlich auf die aktuelle Situation der Corona Pandemie, die sonstigen erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes bleiben hiervon unberührt.

Desweiteren bietet die BG RCI Informationen und Handlungshilfen an unter www.bgrci.de/praevention/coronavirus

Aufgrund der Auswirkungen von Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie sind im Bereich des Gefahrguttransports besondere temporäre Vereinbarungen auf nationaler und internationaler Ebene getroffen worden.
Dies betrifft insbesondere die Gültigkeit verschiedener Zulassungsdokumente und Schulungsnachweise, aber auch die Beförderung von Desinfektionsmitteln oder COVID-19 belasteter Klinikabfälle.
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat hierfür nun eine Übersichtsseite über alle mit COVID-19 zusammenhängenden Sonderregelungen zusammengestellt.
Internetlink zum BMVI: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/Corona/covid-19-befoerderung-gefahrgut.html

Auch die Verbände stellen öffentlich und in ihren Mitgliederbereichen aktuelle Informationen, viele praktische Hinweise und Tools zur Verfügung.

1) Die Datenblätter enthalten stoff- bzw. produktgruppenspezifische Gefährdungen und Maßnahmen. Sie unterstützen daher bei der Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV.
2) Der Arbeitgeber muss für den Umgang mit Gefahrstoffen schriftliche Betriebsanweisungen erstellen. Diese enthalten in kurzer Form die wichtigsten Gefährdungen und Schutzmaßnahmen und sind ein Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung.
Daher stellt GisChem nur Betriebsanweisungen im Entwurf zur Verfügung, die betriebs- und arbeitsplatzspezifisch angepasst werden müssen. Dazu gehört im Regelfall auch Kürzen der Texte um nicht zutreffende oder allgemein geregelte Inhalte.
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