GisChem

Desinfektionsmittel zur innerbetrieblichen Handdesinfektion (Additive Fertigung (Metalle))

Hygienische Händedesinfektion dient dazu, mögliche Schmierinfektionen durch die Berührung von Mund, Nase und Augen durch kontaminierte Hände zu unterbinden.
Obgleich Handhygiene durch gründliches Händewaschen für die Allgemeinbevölkerung im Alltag ausreichend ist, um einer Übertragung von Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 über die Hände vorzubeugen,
sehen Hygienekonzepte von Einrichtungen und Betrieben vielfach das Angebot und die Nutzung von Desinfektionsmitteln zur persönlichen Händehygiene vor. Auch in den kommenden Monaten muss deshalb erneut mit einer Steigerung der Nachfrage
nach Desinfektionsmitteln durch Verbraucher, öffentliche Einrichtungen und Betriebe gerechnet werden.
Aus diesem Grund hat die BAuA nach Artikel 55 Abs. 1 der Biozidverordnung eine Allgemeinverfügung erlassen, die vom 07.Oktober 2020 bis zum 05.April 2021 gültig ist.

Die hier aufgeführten Gemische können im Rahmen der Ausnahmegenehmigung durch die chemische Industrie und juristische Personen öffentlichen Rechts zur innerbetrieblichen Verwendung selbst hergestellt werden.

Beim Inverkehrbringen gelten chemikalien- und biozidrechtlichen Anforderungen wie z.B. die Meldung der Mengen bei der Zulassungsbehörde BfC und die Meldung an das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für die Giftinformationsdatenbank.
Allgemein gilt: Auf dem Markt bereitgestellte Produkte müssen sicher gemäß Produktsicherheitsgesetz sein.
Bei den hier zugelassenen Desinfektionsmitteln zur hygienischen Desinfektion handelt es sich ausschließlich um Biozidprodukte.
Desinfektionsmittel für das Gesundheitswesen müssen darüber hinaus allen Anforderungen für medizinische Einrichtungen erfüllen.

Ethanol-haltige Händedesinfektionsmittel dürfen während des Gültigkeitszeitraumes von jedem Unternehmen hergestellt und innerbetrieblich verwendet werden.
Die Meldepflicht für diese innerbetrieblich hergestellten und im Betrieb verwendeten ethanolhaltigen Gemische entfällt.
Regelungen zur innerbetrieblichen Kennzeichnung gelten, Hinweise zur Herstellung und Verwendung sind zu beachten.

GisChem Datenblätter und Betriebsanweisungsentwürfe können nach Gefährdungsbeurteilung auch zur Nutzung mit gekauften Handdesinfektionsmitteln verwendet werden, wenn die Zusammensetzung den Angaben in der Charakterisierung entspricht.


Musteretiketten für die innerbetrieblich hergestellten und selbst im Betrieb verwendeten Desinfektionsmittel können mit dem GisChem-Gemischrechner erstellt oder direkt hier heruntergeladen werden:
- Handdesinfektionsmittel mit Isopropanol, Wasserstoffperoxid und Glycerin: Innerbetriebliches Etikett mit H- und P-Sätzen
- Handdesinfektionsmittel mit Ethanol, Wasserstoffperoxid und Glycerin: Innerbetriebliches Etikett mit H- und P-Sätzen
- Handdesinfektionsmittel mit Isopropanol: Innerbetriebliches Etikett mit H- und P-Sätzen
- Handdesinfektionsmittel mit Ethanol: Innerbetriebliches Etikett mit H- und P-Sätzen

Der Wortlaut der Allgemeinverfügung und weitere Informationen sind z.B. abrufbar unter Aktuelle Informationen zum Coronavirus des nationalen Helpdesks bei der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
https://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de/DE/Home/Covid19/Covid19_dossier.html
Der Helpdesk und die Bundesstelle für Chemikalien beraten bei weiteren Fragen.

Die European Chemicals Agency stellt weitere Informationen zur Verfügung, z.B. zusätzliche Links zu weiteren nationalen Behörden.
Internetlink: https://echa.europa.eu/de/covid-19

Viele Berufsgenossenschaften haben im Rahmen der COVID-19 Pandemie Handlungshilfen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Virus SARS-CoV-2 erstellt.
Beispielhaft seien hier die Handlungshilfen der BGHM für Baustellen, Betriebe und den Servicebereich im Kfz Gewerbe aufgeführt.
Diese lassen sich herunterladen unter: https://www.bghm.de/coronavirus/handlungshilfen/
Die Handlungshilfen beziehen sich ausschließlich auf die aktuelle Situation der Corona Pandemie, die sonstigen erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes bleiben hiervon unberührt.

Desweiteren bietet die BG RCI Informationen und Handlungshilfen an unter www.bgrci.de/praevention/coronavirus

Aufgrund der Auswirkungen von Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie sind im Bereich des Gefahrguttransports besondere temporäre Vereinbarungen auf nationaler und internationaler Ebene getroffen worden.
Dies betrifft insbesondere die Gültigkeit verschiedener Zulassungsdokumente und Schulungsnachweise, aber auch die Beförderung von Desinfektionsmitteln oder COVID-19 belasteter Klinikabfälle.
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat hierfür nun eine Übersichtsseite über alle mit COVID-19 zusammenhängenden Sonderregelungen zusammengestellt.
Internetlink zum BMVI: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/Corona/covid-19-befoerderung-gefahrgut.html

Auch die Verbände stellen öffentlich und in ihren Mitgliederbereichen aktuelle Informationen, viele praktische Hinweise und Tools zur Verfügung.

1) Die Datenblätter enthalten stoff- bzw. produktgruppenspezifische Gefährdungen und Maßnahmen. Sie unterstützen daher bei der Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV.
2) Der Arbeitgeber muss für den Umgang mit Gefahrstoffen schriftliche Betriebsanweisungen erstellen. Diese enthalten in kurzer Form die wichtigsten Gefährdungen und Schutzmaßnahmen und sind ein Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung.
Daher stellt GisChem nur Betriebsanweisungen im Entwurf zur Verfügung, die betriebs- und arbeitsplatzspezifisch angepasst werden müssen. Dazu gehört im Regelfall auch Kürzen der Texte um nicht zutreffende oder allgemein geregelte Inhalte.
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