GisChem

2-Butanonoxim

Auszug aus:
Datenblatt

2-Butanonoxim: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

2-Butanonoxim wird auch als Methylethylketonoxim, Ethylmethylketoxim, 2-Butoxim, MEK-Oxim oder MEKO bezeichnet.
Es ist eine klare, farblose bis hellgelbe, aromatisch riechende Flüssigkeit, die in Wasser, Ethanol und Diethylether löslich ist.
2-Butanonoxim wird in der Lackindustrie als Hautverhinderungsmittel u.a. bei der Herstellung von Alkydharzlacken eingesetzt.
Dieser Einsatzbereich ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen, es werden zunehmend Ersatzstoffe verwendet.
Ab 150 °C Zersetzung.
Schmelzpunkt: -29,5 °C
Siedepunkt: 152 °C bis 153 °C
Flammpunkt: 58 °C
Zündtemperatur: 315 °C
Untere Explosionsgrenze: 1,9 Vol.-% bzw. 68,8 g/m³
Obere Explosionsgrenze: 12,3 Vol.-% bzw. 445,3 g/m³
2-Butanonoxim
Arbeitsplatzgrenzwert (AGW): 1 mg/m³ bzw. 0,3 ml/m³ (ppm)
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor (ÜF) 8; Ka­te­go­rie für Kurzzeitwerte (I)
Der messtechnische Mittelwert über 15 Minuten darf den 8-fachen AGW nicht überschreiten.
Bemerkung Y (TRGS 900): Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Ein­haltung der Grenz­werte (AGW und ggf. BGW) nicht be­fürchtet zu werden.
Gefahr der Hautresorption (H)
Gefahr der Sensibilisierung der Haut (Sh)
Krebserzeugend Kat. 2 (GefStoffV) - Stoffe, die wegen möglicher krebserzeugender Wirkung beim Menschen Anlass zur Besorgnis geben
TA Luft: (Nummer 5.2.5) Klasse I, d.h. der Massen­strom von 0,1 kg/h oder die Massen­konzen­tration von 20 mg/m³ im Abgas darf nicht über­schritten werden.
Ist dies mit verhältnismäßigem Auf­wand nicht ein­zu­halten, ist die Emissions­begren­zung im Ein­zel­fall fest­zu­legen.
Beim Vorhandensein von mehreren Stoffen sind die wei­teren Fest­legungen der TA Luft hin­sichtlich maxi­maler Massen­ströme und -konzen­tration im Abgas zu beachten.
Für Anlagen zur Herstellung von Anstrich- oder Beschichtungsstoffen (Lasuren, Firnis, Lacke, Dispersionsfarben) oder Druckfarben gilt zusätzlich (Nummer 5.4.4.10):
Die staubförmigen Emissionen (Gesamt­staub) dürfen die Massenkonzentration von 10 mg/m³ nicht überschreiten.
WGK: 1 (schwach wassergefährdend), Kenn-Nr.: 1558